AfD – Stammtisch in Haaren

 

Proteste gegen den AfD – Stammtisch

Am Mittwoch den 04.01.2017 veranstaltete der AfD-Kreisverband der Städteregion Aachen einen Vortrag zum Thema „Linksextremismus in Aachen“. Dieser fand in der Gaststätte „Sängersheim“ im Stadtteil Haaren statt. Referieren sollte zu diesem Thema der einschlägig bekannte ehemalige PI-News Schreiber Albert Paparo. Dieses Event wollten sich einige engagierte Antifaschist*innen nicht entgehen lassen und beschlossen, dem „Sängersheim“ einen Besuch abzustatten.

Aus kapazitären Gründen fiel die Entscheidung somit darauf, den Besucher*innen der Veranstaltung von draußen zu sagen, was sie von ihrem Vortrag halten. Es wurde sich entschieden samt des Transpis auf der anderen Straßenseite zu postieren und somit die Kneipe für Passant*innen als Ort für reaktionäre und populistische Veranstaltungen zu markieren. Relativ zeitnah tauchte aufgrund eines Notruf des Veranstalters die Polizei auf. Entgegen der Erwartungen war die Resonanz der Haarener Anwohner, bis auf einige dumm-deutsche Kommentare, überwiegend positiv.

Als die Veranstaltung für beendet erklärt wurde, kamen den Genoss*innen eine Hand voll Personen aus dem Spektrum der Jungen Alternative (JA) entgegen und versuchten aus einer mitgeführten Plastiktüte die Antifaschist*innen zu filmen. Anschließend wurde der Referent per Polizeieskorte zu seinem Auto geleitet. An bekannten Gesichtern tauchten Ex-Pro-NRW-Stadtrat und ehemaliger Polizeihauptkomissar Wolfgang Palm sowie AfD-Ratsherr Markus Mohr auf. Gegen Mohr läuft ein Parteiausschlussverfahren, angestrebt vom nationalliberalen Flügel der AfD (Achtung: Euphemismus!) wegen Mohrs offen völkischen und rassistischen Reden. Unter anderem auf seine Rechnung lässt sich definitiv der bundesweite Ruf des AfD KV Aachen als einer der rechtesten in Nordrhein – Westfalen schreiben. Was es bedeutet aus einer Partei rauszufliegen, die ebendiese Mechanismen reproduziert muss wohl nicht weiter ausgeführt werden.

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