Nieder mit der Islamischen Republik

Vortrag mit Mina Ahadi am 13.12

 

Für unsere wahrscheinlich letzte Veranstaltung des Jahres haben wir Mina Ahadi ins Autonomes Zentrum Aachen eingeladen, um über die iranische Frauen- und Arbeiterbewegung zu referieren. Sie ist Mitglied der Arbeiterkommunistischen Partei Irans, die im Exil operiert, sowie Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime. Seit Jahrzehnten kämpft und agitiert sie gegen die reaktionäre, faschistische und frauenverachtende Agenda des politischen Islam im allgemeinen und die Herrschaft der Mullahs im besonderen. Einlass ist ab 17:30 Uhr, Veranstaltungsbeginn um 18:00 Uhr, es wird Dank der Genoss*innen der Anarchist Kitchen im Anschluss des Vortrages leckeres Essen geben. Wir hoffen auf euer zahlreiches Erscheinen und wünschen uns alleneinen interessanten und anregenden Abend.

Seit Anfang November gehen in der südwestlichen iranischen Provinz Khuzestan wieder verstärkt Menschen auf die Straße. Die Stahlarbeiter aus Ahvaz und die Zuckerrohrplantagenarbeiter in Shush lassen keinen Zweifel an ihrer Wut über die sich stetig verschlechternden Lebensverhältnisse und an ihrem Hass auf die korrupten islamischen Rackets, die das Land seit 1979 in ihrer Gewalt haben. Die Mullahs verweigern sich der Rettung der von ihnen Beherrschten vor den wirtschaftlichen, ökologischen und sonstigen Katastrophen, die das Land und seine Menschen zerrütten. Stattdessen verlegen sie sich auf die terroristisch-imperialistische Expansion der eigenen Einflusssphäre auf die Länder der Region (Syrien, Irak, Jemen u.a.) und die Verfolgung des erklärten Ziels der islamischen Revolution: die Vernichtung des Staates Israel.

„Unser Feind ist hier, es ist eine Lüge, wenn sie sagen, unser Feind ist Amerika“. „Reformisten, Konservative, eure Zeit ist vorbei“. „Tod der Republik der Akhunda [die schiitischen Kleriker]“. Die Parolen, die seit bald einem Jahr die Revolten von Studenten, Frauen, u.a. Arbeitern begleiten, sprechen eine eindeutige Sprache. Davon will man in Deutschland allerdings kaum etwas wissen: Berlin hält es lieber mit den Machthabern in Teheran und den deutschen Kapitalinteressen im Iran, als mit der iranischen Befreiungsbewegung, die die Herrschaft der Mullahs unablässig mit Streiks, Demonstrationen und individuellen Protestaktionen angreift. Man setzt auf Dialog, wo es nur Kampf, auf Reform, wo es nur Revolution geben kann. Daher ist es unser Anliegen, der iranischen Befreiungsbewegung die Öffentlichkeit zu schenken, die die deutsche und europäische Presseberichterstattung ihr so hartnäckig verweigern.

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