Keine Lesung mit Thilo Sarrazin

Brief an die Buchhandlung Gollenstede in Heinsberg

Sehr geehrte Betreiber_innen der Buchhandlung Gollenstede,

in Ihren Lokalitäten soll am 29. September eine Veranstaltung mit dem rassistischen Autor Thilo Sarrazin stattfinden.Veranstaltungen mit Menschen durchzuführen, die Aussagen tätigen wie beispielsweiseDie Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate“, heißt nicht „auch andere Meinungen“ zu tolerieren.Es heißt sich zum Mittäter machen. Sarrazin träumt von abgeschlossenen „Lebensräumen“ für jedes Volk und war mit seinen Forderungen nach „Zuwanderungsstopp“ Vor- und Wegbereiter des anhaltenden Rechtsruckes in der Gesellschaft.

Er wertet migrantische Minderheiten permanent ab, während er die „deutschen“ Eigenschaften in den Himmel lobt. Dies geht sogar soweit, dass er behauptet, die seiner Meinung nach nicht integrierbaren arabisch- und türkischstämmigen, Minderheiten müssten „aussterben“.

Von den klassischen Rassisten unterscheidet ihn nur, dass er nicht von „Rasse“ sondern von nicht zueinander passenden „Kulturen“ spricht. Das Argumentationsmuster und die Schlussfolgerung bleiben aber trotz salonfähiger Ausdrucksweise die gleiche:Die „Ausländer“ müssen raus!

Wir fordern Sie hiermit auf, sich von seinen rassistischen Thesen zu distanzieren und die Veranstaltung abzusagen.

Kein Raum für Rassisten!

 

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